Mit großem Interesse haben wir den Besuch des Robur-Busses vom rbb mit Reporter Michael Scheibe mitverfolgt und danken ihm hiermit nochmals für sein Engagement.

Vertiefend möchten wir an dieser Stelle gezielt die Missstände in der Roddahner Putenfarm, die sogenannten harten Fakten, aufzeigen und weiterhin für diese Problematik sensibilisieren.

Der im Beitrag erwähnte Gestank, der weit über die übliche Landluft hinausreicht, resultiert aus den zu hohen Emissionen, die auf die enorme Tierdichte in den Ställen bei gleichzeitig nicht sachgerechter Entlüftung derselben zurückzuführen sind. So werden sämtliche Ställe ebenerdig entlüftet obwohl baulichen Auflagen zufolge alle Ställe 1,50m über First entlüftet werden müssen. Die Erfüllung der Bauauflagen wiederum ist Voraussetzung für die Betriebsgenehmigung.

Trotz nicht erfüllter Auflagen aber darf die Putenmastanlage als industrieller Betrieb seit 2001 in diesem Zustand betrieben werden und gefährdet mit ihren Emissionen die Gesundheit der Anwohner. Einer nachträglichen Anordnung des Landesamtes für Umwelt (LfU, ehemals LUGV), in der es um die Umsetzung der Auflagen geht, kommt Herr Stock bis heute nicht nach. Stattdessen hat er nach abgelehntem Widerspruch Anfang dieses Jahres dagegen Klage eingereicht.

Eine weitere bauliche Auflage betrifft die Abwassergruben. Das Betriebsgelände der „Fürs Tier GmbH & Co. KG“, eine Anlage mit drei Ställen in unmittelbarer Nähe zur ortsansässigen Kindereinrichtung (diese Einrichtung besteht bereits seit 1968 und wurde 1997 vom Träger Tausendweg als Kita in Freier Trägerschaft überführt. Die Stallanlage, ehemalige Schafställe, hat zwar einen anderen Namen, wird aber inzwischen als Putenmastanlage 2 in den behördlichen Unterlagen bezeichnet) benötigt pro Stallgebäude eine Grube zuzüglich einer Grube für die sanitären Anlagen der Mitarbeiter. Somit müssten vier Gruben vorhanden sein. Tatsache ist aber, dass auf der gesamten Anlage nur eine einzige Grube existiert.

Abschließend sei erwähnt, dass es in der Vergangenheit, entgegen der Aussage von Frau Storck, sehr wohl Bemühungen gegeben hat, mit Herrn Storck persönlich ins Gespräch zu kommen. Die letzte Gelegenheit dazu bekam er im Juli 2018. Er erhielt vom Amt Neustadt eine Einladung zur Stadtverordnetenversammlung, die in Roddahn tagte. Dort stand das Thema auf der Tagesordnung, Herr Storck aber erschien nicht!

 

LINK ZUR PETITION

Unsere Bürgerinitiative im Fernsehen

Ein Gedanke zu „Unsere Bürgerinitiative im Fernsehen

  • 28. September 2018 bei 14:26
    Permalink

    Ich war schon sehr enttäuscht über den Beitrag!
    Leider wurde in diesem sehr um Ausgleich bemühten Format, das eher für Nachbarschaftsstreitigkeiten geeignet ist als für David-gegen-Goliath-Geschichten, wie wir sie hier in Roddahn erleben, die Brisanz der Lage in unserem Dorf kaum eingefangen.

    Daher hier nochmal zum Mitschreiben, lieber rbb:
    Wir sind ein kleines Dorf mit 100 Einwohnern. Unter den Missständen leiden müssen 200 Personen, wenn man die Kita und Schule miteinberechnet. Dem gegenüber steht das Profitinteresse eines Einzelnen, der gar behauptet, viele Menschen zu beschäftigen. Hier in Roddahn sind es nicht mehr als zwei Beschäftigte!
    Es muß doch allgemein empören, dass die Gut Jäglitz GmbH & Co. Agrar KG die Genehmigungsauflagen zum Immissionsschutz, also die Auflagen dafür, überhaupt ihre Anlagen errichten zu dürfen, immer noch nicht erfüllt hat!
    Die Immissionen übersteigen selbst die als Kompromiss erhöhten Grenzwerte immer noch bei weitem! Und das direkt neben einer Kindertagesstätte und Schule.
    Und wenn Frau Storck behauptet, man könne keine Filteranlagen bauen, die es schaffen, die Immissionen genügend zu filtern, dann fragen wir uns, warum das unser Problem sein soll?
    Wenn man Auflagen für die Inbetriebnahme einer Anlage bekommt und weiß, dass man sie nicht erfüllen kann, dann ist es Betrug, diese trotzdem in Betrieb zu nehmen!
    Wir haben es hier also nicht nur mit einem geldgierigen Industriellen und untätigen Ämtern zu tun, sondern mit absichtsvollem Rechtsbruch.
    Deshalb, jetzt erst Recht: Wir fordern die sofortige Schließung der Putenmastanlagen in Roddahn.
    Unterzeichnet jetzt die Petition!

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.